LARS-OLIVER RÜHL      Tenor

Geboren in Kassel begann Lars-Oliver Rühl seine gesangliche Laufbahn zuerst in der Rock- und Jazzszene. Zeitgleich absolvierte er ein staatliches Lehramtstudium in den Fächern Musik und Germanistik an der Universität Kassel. Zudem belegte er im Fach Liedinterpretation mehrere Kurse bei Herrn Ulrich Eisenlohr an der Musikhochschule Mannheim. Nach der erfolgreichen Gesangsprüfung im Rahmen des Lehramtsstudiums beendete er dieses und begann seine weiterführende stimmpädagogische Ausbildung privat bei Frau Margarete Ast.

1995 wurde er ans Staatstheater Kassel engagiert. Hier wirkte er genreübergreifend in zahlreichen tragenden Rollen. In dieser Zeit führte er seine stimmliche Ausbildung bei dem Tenor Herrn Alexander Stevenson (Kassel/Wuppertal) fort.

Weitere gesangspädagogische Impulse erhielt er in den Folgejahren durch Christian Elsner, Siegfried Jerusalem, Erik Halfvarsson, Phillip Ens sowie Jagna Sikorska.

Nachdem ihn Generalintendant Michael Schulz 2008 als lyrischen Tenor an das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen engagierte, war er in den wichtigen  Fachpartien Mozarts (Tamino, Belmonte) zu erleben. Weitere Meilensteine waren Bernsteins Candide, Fenton (Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor") oder Sandor Boris in der Herzogin von Chicago (Kalman) Macheath in Brecht/Weills Dreigroschenoper.

Erfogreich debütierte er als Earl of Essex in B. Brittens Gloriana unter der Regie von Elisabeth Stöppler, als Prinz in Die Liebe zu den 3 Orangen sowie Froh in Wagners Rheingold.

Für die Spielzeit 2009/2010 erhielt er den Publikumspreis der Theatergemeinde Gelsenkirchen. 

In den Folgejahren erweiterte er sein Repertoire um einige "Zwischenfachpartien": Arthur (Merlin – Albeniz), Prinz (Rusalka –Dvorak) und Narraboth (Salome – R. Strauss) oder Sergej in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzenzk.

2013 und 2016 gastierte er als Moser in R. Wagners Meistersingern von Nürnberg unter der musikalischen Leitung von Adam Fischer und der Regie von Michael Schulz beim Wagner-Festival Budapest.

2014 folgten  Stewa (Jenufa - Janacek), Geharnischter/Priester (Zauberflöte),  Henry/Wächter (Zauberer von OZ), Kennst Du den Mythos - eine Schalke 04-Jubiläumsshow, Eddie (Rocky Horror Show).

Sein Debut als Erik (Der fliegende Holländer - R. Wagner) folgte in einer Produktion auf der Halde in Bottrop im Sommer 2016 mit der Neuen Philharmonie Westfalen unter dem Dirigat von V. Rauhalammi.

Seit Beginn der Saison 2016/17 ist Lars-Oliver Rühl freischaffend. Am Staatstheater Mainz ist er als Flavio in Bellinis Norma zu sehen.

Ein weiterer Schritt ins heldische Fach wird das Debut als Hans Schwalb in Hindemiths Mathis der Maler im Frühjahr 2017 am Staatstheater Mainz.

 

Er arbeitete unter anderem unter der Regie von Dietrich Hilsdorf, Elisabeth Stöppler, Gabriele Rech, Rosamund Gilmore, Werner Schröter, Roland Schwab und Michael Schulz sowie unter der musikalischen Leitung von Adam Fischer, Roberto Paternostro, Rasmus Baumann oder Marc Piollet.